Thailands Süden - Zwischen abgeschiedenen Stränden und Touristenströmen

Diesen Beitrag teilen

Thailands Süden - Zwischen abgeschiedenen Stränden und Touristenströmen

Nach unseren ersten Tagen in Bangkok soll es nun endlich ans Meer gehen, aber nicht um dort einfach die Füße hochzulegen. Wir sind auf der Suche nach einem guten Ort zum Arbeiten, um unseren Online-Fotokurs fertigzustellen. Ein Büro mit Meerblick sozusagen. 

Zunächst geht es von Bangkok für zwei Tage nach Ao Nang und danach für drei Wochen auf die Insel Koh Lanta - zwei Orte, wie sie gegensätzlicher kaum sein können.

Ao Nang - Eine echte Touristenhochburg

Ao Nang ist ein typischer Touristenort in Thailand. Die Stadt besteht eigentlich ausschließlich aus Hotels, Restaurants, Bars, Massagesalons und Reisebüros. Wer westliches Essen und eine gute touristische Infrastruktur schätzt, ist hier genau richtig. Wem der Sinn eher nach Abgeschiedenheit steht, sollte sich besser ein anderes Ziel suchen.

Ao Nang eignet sich aber gut, um die vorgelagerten Inseln zu erkunden, die auch fotografisch interessant sind. Das kann man entweder mit einer geführten Bootstour oder einem privaten Boot machen. Die geführten Touren klappern vier bis sieben Inseln innerhalb weniger Stunden ab. Entsprechend kurz ist der Aufenthalt an jedem Ort und man ist natürlich auch nie allein. Denn die Idee eine solche Inseltour zu machen, haben meistens noch einige Hundert oder Tausend andere Touristen.

Um ungestört fotografieren zu können und nicht nur Touristenmassen auf den Fotos zu haben, sollte man sich ein Longtail-Boot chartern. So ist man flexibel und kann schon in den frühen Morgenstunden an die schönsten Orte fahren, wenn kaum eine Touristenseele dort ist.

Uns ging es dieses Mal nur darum, möglichst viel in kurzer Zeit zu sehen, weshalb wir uns für die einfache Variante entschieden haben.

Der berühmteste Strand Asiens

Eines der Ziele einer jeden Inseltour ist Koh Phi Phi Leh, genauer gesagt Maya Bay. Weltweit bekannt wurde der Strand im Film „The Beach“ und diese Bekanntheit merkt man leider auch. Tagsüber treten sich die Touristen in der kleinen Bucht fast auf die Füße und es gibt einen richtigen Boots-Stau.

Die Bucht wäre eigentlich ein traumhaftes Fotomotiv. Leider ist es vor lauter Booten und Touristen kaum mehr zu erkennen. Eine interessante Erfahrung ist ein Ausflug dorthin aber allemal und leider auch ein Beispiel, wie Tourismus einen Ort komplett zerstören kann.

Koh Lanta - Sonnenuntergänge zum Träumen

Nach zwei Tagen geht es für uns direkt weiter nach Koh Lanta. Nach drei Stunden im Minivan und auf verschiedenen Autofähren gelangt man vom wuseligen Ao Nang auf diese total entspannte Insel.

Der Unterschied ist wirklich enorm, vor allem in der Nebensaison. Ende September sind auf Koh Lanta noch die meisten Hotels und Restaurants geschlossen und den kilometerlangen Long Beach hat man fast für sich allein.

Praktischerweise liegt der Strand an der Westküste, sodass man Abend für Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang bewundern und fotografieren kann. Wir haben uns Abend für Abend auf die Lauer gelegt, hatten aber nur manchmal Glück und haben den Sonnenuntergang in seiner vollen Pracht gesehen.

Der Grund dafür liegt in Indonesien und ist leider ein sehr trauriger. Auf Sumatra und Borneo werden jedes Jahr um diese Zeit Regenwälder abgebrannt, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen. Die Auswirkungen merkt man bis nach Koh Lanta, denn an den meisten Tagen hing eine riesige Dunstglocke über der Insel, gegen die selbst die Sonne keine Chance hatte. 

Deshalb waren an vielen Tagen auch keine Sonnenuntergänge zu sehen, aber ab und zu hatten wir dennoch Glück.

Mit dem Moped über die Insel

Koh Lanta lässt sich am besten mit einem Moped erkunden und das haben wir auch ausgiebig gemacht. Der Verkehr ist relativ ruhig, lediglich der ein oder andere Anstieg hat unser Moped ab und zu mal an die Grenzen seiner Leistung gebracht.

Fotografisch lohnt sich der Nationalpark im Süden am meisten. Mit zwei wunderschönen Buchten und einem alten Leuchtturm bieten sich hier zahlreiche Motive. Aufpassen muss man hier vor allem auf die Affen, die alles klauen, was man nicht fest in der Hand hält.

Unser Highlight: Der Fotokurs erblickt auf Koh Lanta das Licht der Welt

Obwohl wir drei Wochen auf der Insel waren, sind wir nur an zwei Tagen mit dem Moped auf Entdeckungstour gefahren. Die meiste Zeit saßen wir von morgens bis abends an unseren Laptops und haben unseren Online-Fotokurs fertig gestellt.

In dieser tollen Umgebung macht das Arbeiten aber gleich noch viel mehr Spaß, sodass wir pünktlich am 11. Oktober auf den Startknopf drücken konnten: Unser Fotokurs war endlich online.

So geht die Reise weiter

Mit der Fertigstellung des Kurses ist die größte Last erst einmal von unseren Schultern gefallen und auf den kommenden Stationen unserer Reise werden wir dann endlich mehr Zeit haben, die Orte zu erkunden, Fotos zu machen und ausgiebig darüber zu berichten.

Als nächstes geht es für vier Tage nach Kuala Lumpur. Von dort werden wir in unserem nächsten Artikel im Tamron Blog berichten.

Über den Autor: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

Erfahren Sie mehr über den Autor bei:

Ähnliche Artikel