Eine Insel wie aus dem Märchenbuch

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Schokoladenhügel, Koboldmakis und Puderzucker-Strand

Eine Insel wie aus dem Märchenbuch

Bohol ist die zehntgrößte Insel auf den Philippinen und eine von acht Inseln, die wir während unserer vierwöchigen Reise durch das Land besucht haben.

Bohol ist gerade für Fotografen ein kleines Paradies, denn hier gibt es einige wirklich einzigartige Fotomotive. Die schönsten Fotospots auf Bohol stellen wir in diesem Beitrag vor.

Das absolute Highlight auf Bohol sind die sogenannten Chocolate Hills. Es gibt weit mehr als 1.000 Stück von ihnen auf der Insel und bei unserem Besuch waren die Chocolate Hills mit einer saftig grünen Grasschicht bedeckt.

Wenn im Februar die Trockenzeit beginnt, färbt sich das satte grün langsam braun, bis die Chocolate Hills ihre namensgebende Farbe erhalten. Wir fanden die Hügel in grün allerdings schöner und sind froh, sie bereits im feuchten Januar gesehen zu haben.

Die Schokoladenhügel sind über ganz Bohol verstreut. In der Inselmitte rund um die Ortschaft Carmen gibt es die größte Ansammlung an Hügeln. Der dortige Aussichtspunkt ist auch gleichzeitig einer der besten Fotospots, um die Chocolate Hills zu fotografieren. Tagsüber herrscht dort oben reges Treiben und man muss sich gegen einige selfie-wütige Touristen durchsetzen, um einen guten Platz zum Fotografieren zu ergattern.

Die beste Zeit für ein Foto ist aber rund um den Sonnenaufgang. Also haben wir uns um 5:00 Uhr morgens auf den Weg gemacht und hatten den Aussichtspunkt zu früher Stunde ganz für uns allein.

Ein traumhaftes Farbenspiel, als die ersten Sonnenstrahlen auf die Chocolate Hills fielen, hat uns aber für das frühe Aufstehen entschädigt. Für die Fotos haben wir zum ersten Mal unser heißgeliebtes Tamron 35 mm, f/1.8 Objektiv auch in der Landschaftsfotografie benutzt und wurden mit gestochen scharfen Bildern belohnt.

Koboldmakis - Die putzigsten Bewohner der Philippinen

In Bohol gibt es nicht nur Schokoladenhügel, sondern auch kleine Kobolde. Die Insel ist die Heimat der Koboldmakis (engl.: Tarsiers). Die Koboldmakis gehören zu den kleinsten Primaten der Welt.

Ein ausgewachsenes Tier ist etwa 8-10 cm groß und würde perfekt in eine Handfläche passen. Die kleinen Kobolde haben für ihre Körpergröße viel zu große Augen und lange Finger, mit denen sie sich an Ästen festkrallen. Ihren Kopf können sie um 180 Grad drehen.

Koboldmakis sind nachtaktiv und dösen tagsüber in den Zweigen von Bäumen und Sträuchern vor sich hin. In der freien Wildbahn sind sie nur mit sehr viel Glück zu entdecken. Es gibt auf Bohol aber zwei Orte, an denen man die Tiere immer sehen kann: Die Philippine Tarsier Sanctuary und die Loboc Tarsier Conservation Area.

Erstere wird in der Regel als tierfreundlich empfohlen, während die Tarsier Conservation Area wegen Tierquälerei in der Kritik steht. Wir fanden den Umgang mit den Tieren dort allerdings von außen betrachtet besser und waren etwas schockiert, wie es in der hochgelobten Philippine Tarsier Sanctuary zugeht.

Man sollte die Kleinen auf gar keinen Fall mit Blitz fotografieren, nicht zu nah ran gehen und sehr leise sein. Tarsiers sind sehr empfindlich und nehmen sich in Gefangenschaft sogar das Leben. Sie verweigern die Nahrung oder schlagen sogar mit ihrem kleinen Kopf gegen die Gitter, bis sie sterben.

Mit unserem Tamron-Reisezoom 16-300mm mussten wir zum Glück nicht so nah ran gehen und konnten trotzdem tolle Bilder machen, ohne die Koboldmakis aus der Ruhe zu bringen.

Noch mehr Fotospots auf Bohol

Die Chocolate Hills und die Koboldmakis sind zweifelsohne die Highlights auf Bohol. Es gibt aber noch andere fotogene Orte auf der Insel.

Der schönste Strand auf Bohol ist der Anda Beach im Osten, der mit seinem weißen Puderzuckersand wahrhaft paradiesisch aussieht. Malerisch gelegen ist auch der Loboc River, der sich durch die wilde Natur schlängelt und immer wieder schöne Fotomotive bietet.

Für Freunde von Langzeitbelichtungen hat Bohol außerdem eine ganze Menge Wasserfälle zu bieten.

Wir waren insgesamt vier Tage auf Bohol und haben unsere Speicherkarten in dieser Zeit sehr gut gefüllt. Vor allem der Sonnenaufgang über den Chocolate Hills war eines unserer absoluten Highlights auf den Philippinen.

Über den Autor: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

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